19 – DE – DER BRUNNEN

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Der Brunnen von Arquà Petrarca gehört zu den eindrucksvollsten Orten auf dem Platz, umgeben von Geschichte und Legende. Nach der volkstümlichen Überlieferung und einer lateinischen Inschrift, die einst auf dem Bogen stand, soll der Brunnen vom Dichter selbst gewollt worden sein, indem er fünf kleine Quellen zusammenführen ließ:

Es gibt jedoch keine direkten Zeugnisse Petrarcas, die seine Errichtung bestätigen. Sicher belegt ist hingegen eine Urkunde aus dem Jahr 1235, die „bei der Quelle von Arquà“ ausgestellt wurde – wahrscheinlich genau hier, da es im Ort keine anderen dokumentierten Quellen gibt.

Der Bogen, der den Brunnen einrahmt, besteht aus Nanto-Stein und trägt die gewölbte Struktur.

Die erste bekannte Restaurierung stammt aus dem Jahr 1547, zur Zeit des Vikars Manfredino Conte; sein Name und sein Wappen sind rechts am Bogen eingraviert.

Links sieht man die Initialen F.P. – Francesco Porcellini, der nachfolgende Vikar – zusammen mit dem Wappen eines steigenden Ferkels.

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Über dem Bogen der Brunnen von Arquà Petrarca war früher – heute ist er größtenteils verschwunden – ein lateinischer Zweizeiler zu sehen:

“FONTI NUMEN INEST, HOSPES: VENERARE LIQUOREM, UNDE BIBENS CECINIT DIGNA PETRARCHA DEIS”

Man kann ihn folgendermaßen interpretieren:

„Ein göttliches Wesen wohnt in dieser Quelle, o Fremder: verehre dieses Wasser, aus dem Petrarca trank und mit dessen Hilfe er göttliche Verse singen konnte.“

Der Bogen wurde 1831 restauriert, und später, wahrscheinlich 1856, wurde ein Teil der Inschrift erneuert; dabei gingen jedoch einige der letzten Buchstaben verloren.

Der Brunnen öffnet sich zu einer Kammer mit echtem Gewölbe, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, die man über drei Stufen erreicht, deren Breite der des Bogens entspricht. Dieser Raum schützt das Sammelbecken der Quellen, das tiefer ist, als es auf den ersten Blick erscheint. 1938, während des Baus der Wasserleitung mit Unterstützung der Regierung, wurde eine Schutzmauer errichtet, um das Trinkwasser vor Staub und äußeren Einflüssen zu bewahren.

Neben dem Brunnen, rechts im oberen Bereich, stand früher ein altes Haus, das im Buch von Zaborra dokumentiert ist und eine Ölmühle sowie ein Salzlager beherbergte. Dieses Gebäude wurde 1856 abgerissen und durch einen kleinen Garten ersetzt.

Das Wasser des Brunnens fließt anschließend in die Tränken und in das stufige Waschbecken hinab.

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