2 – DE – HOUSE CONTARINI

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Palast Contarini (oder Palast Cantarini) ist ein historisches Gebäude von großem Wert im Zentrum von Arquà Petrarca.


Im Herzen des Dorfes, auf der Piazza Petrarca, zieht der Palast mit seinen eleganten Zweibogen- und Drillingsfenstern die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich — ein schönes Beispiel der raffinierten mittelalterlichen Architektur, die die Gegend prägt.


Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück: Ursprünglich im Besitz der Familie Dalla Bonella, ging er später an die Contarini — eine einflussreiche venezianische Adelsfamilie — und anschließend an die Familien Naccari und Marolla über, die sein Ansehen bewahrten.


Heute steht der Palast, während man durch den Hauptplatz spaziert, als wahres Symbol der adligen Vergangenheit von Arquà da und fügt sich harmonisch in die stimmungsvolle Atmosphäre des Dorfes ein.

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Die Ursprünge der Familie Contarini sollen bis ins antike Rom zurückreichen: Der Überlieferung nach wurden die Aurelii Cotta, Präfekten im Rheinland, Cotta Rheni oder Grafen des Rheins genannt, wovon sich der Familienname Contarini ableiten würde.


Historische Quellen führen uns jedoch in das Jahr 853, als ein Andrea Contarini als Zeuge im Testament des Bischofs Orso von Castello erscheint.


Die Familie entwickelte sich zu einer der einflussreichsten in Venedig: Um 1500 trugen unter mehr als 1.500 registrierten Patrizierfamilien ganze 107 den Namen Contarini.


Bemerkenswert ist, dass die verschiedenen Zweige der Familie trotz gemeinsamer Abstammung keine einzige große Hausgemeinschaft bildeten, auch wenn sie denselben Nachnamen teilten.
Dennoch war ihr Beitrag zur Geschichte der Republik Venedig außergewöhnlich: Die Contarini stellten neun Dogen sowie bedeutende Kirchenmänner, Politiker und Militärführer. Noch heute erinnern zahlreiche Ortsnamen an ihre Präsenz und Bedeutung.

Ein besonders interessantes Ereignis betrifft auch den Zweig der Contarini dal Naso („von der Nase“), der aufgrund eines berüchtigten Vorfalls so genannt wurde: Es heißt, ein Andrea (oder Giacomo) Contarini habe dem Dogen Francesco Foscari vor der Markusbasilika aus Rache für die verweigerte Ernennung zum Kapitän des Golfs mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Tat hatte schwerwiegende Folgen — am 21. März 1430 wurde er zwischen den Säulen des Markusplatzes enthauptet.

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